Free your Android – Workshop

Nachdem wir die Kampagne Free your Android der FSFE unterstützen, üben wir uns als "Beta-Tester" und nehmen heute einen ersten (Selbst-)Versuch vor, um unsere Android-Smartphones zu entgooglen und zu befreien. Wir haben Torsten Grote von der FSFE eingeladen, um mit ihm gemeinsam unsere Android-Telefone mit freier Software zu bestücken. Das Büro ist voll gestopft, unsere Telefone liegen bereit und wir legen los.

Unsere Fragen waren: Was macht mein Smartphone da eigentlich? Kaum ein Smartphone-Besitzer kann das beantworten. Klar ist: Die meisten Smartphones sammeln mehr Informationen über ihre Besitzerinnen als ein privates Tagebuch. Die Firma Apple bekam deswegen 2011 einen BigBrotherAward. Weil wir uns nicht länger von Google und Apple an die Leine legen lassen wollen, benötigen wir Software, die uns erlaubt, den Programmierern auf die Finger zu gucken: Freie Software.

Freie Software will den Nutzerinnen die Kontrolle über die Technik zurückgeben. Diesem Grundsatz hat Google schlitzohrig ein Schnippchen geschlagen, als es die freie Software Android für seine Smartphones aufgriff und zur Marktreife entwickelte. Denn Google versteckte in seinem Android viele kleine Hürden und Spione. Und wer ist schon versiert genug, um diese alle zu finden und zu deaktivieren? Doch da es sich um Freie Software handelt, ist es immerhin möglich, Einfluss auf die Software zu nehmen. Und deshalb können wir unsere Android-Smartphones befreien und auch ohne Google-Account nutzen.

Heute wollen wir ausprobieren, wie alltagstauglich die Software bereits ist. Mehr Information zum Free Your Android-Projekt auf der Projektseite.